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  • AutorenbildDr. Babette Sonntag

Innovation als großer Benefit für Unternehmenskultur und Mitarbeiterbindung

Aktualisiert: 5. Feb.


Menschen legen ihre Hände übereinander
Motivation durch Innovation

Warum ist es wichtig, dass Unternehmen sich explizit mit Innovationen beschäftigen? Klar, damit sie im technologischen Wettbewerb mithalten und erfolgreich sein können. Damit sie Umsatz generieren und eine starke Marke aufbauen können.


Das ist aber aus meiner Sicht nicht alles:

Aktives Innovationsmanagement fördert die Unternehmenskultur, sowie die Motivation und die Bindung von Mitarbeitenden!

Die Suche nach fähigen Fachkräften ist nicht nur schwierig, sondern sie ist enorm zeitaufwändig und teuer. Es ist doch viel klüger, die Talente zu halten und wertzuschätzen, die schon im Unternehmen arbeiten!

Was oft übersehen wird: Ein starkes Innovationsmanagement kann zweifelnde Mitarbeitende, die sich vielleicht nach einer neuen Herausforderung außerhalb des Unternehmens umsehen würden, im Unternehmen halten und gleichzeitig die Motivation und Begeisterung beleben.


Warum?

Zu einer innovativen Kultur gehören folgende Aspekte:

  1. Freiheit: Die Freiheit, ohne Kritik zu ernten verrückte Ideen oder unkonventionelle Vorgehensweisen vorstellen zu können. Die Freiheit, Entscheidungen in seinem Fachgebiet eigenverantwortlich treffen zu dürfen. Meinungsfreiheit.

  2. Offenheit: Die Offenheit, eigene Fehleinschätzungen einzugestehen und völlig neue Sichtweisen zuzulassen.

  3. Akzeptanz: Die Akzeptanz, jeden, egal aus welchem Fachgebiet und welchem Hintergrund, mit seinen Ideen grundsätzlich willkommen zu heißen.

  4. Wertschätzung: Die aktive Wertschätzung für das Engagement jedes Einzelnen, der für die Innovation und im Sinne der Innovation arbeitet und diese Kultur unterstützt. "Danke!" sagen, positives Feedback geben.

So eröffnet sich mit einer starken Innovationskultur für Mitarbeitende die Chance, sich in einem fachlichen Thema - idealerweise mit persönlicher Eigenmotivation und Interesse - Expertenwissen anzueignen. Vielleicht auch als Add on zum Hauptaufgabengebiet im Unternehmen. So fühlen sich Mitarbeitende wertgeschätzt und können ihre Fachkarriere aktiv mitgestalten.


Die Arbeit an einem Innovationsvorhaben kann außerdem dort als Instrument der Mitarbeiterentwicklung eingesetzt werden, wo es gerade keine Chance zu einer Beförderung gibt, weil z.B. wirtschaftliche Zwänge das nicht hergeben.


Besonders kreative Menschen können in einer Innovationsumgebung neue Arbeitsmethoden ausprobieren, die im Daily Business nicht passen. So können sie dem einengenden Gefühl entgehen, sich in festen Prozessen ohne Spielraum bewegen zu müssen.


Da in einer innovativen Umgebung viele verschiedene Denkweisen, Perspektiven und Fähigkeiten explizit gewünscht und zum Voranbringen von Ideen gefördert werden, bietet eine starke Innovationskultur auch Vielfalt. So entsteht nicht so schnell Langeweile in ausgetretenen Bahnen.


Mitarbeitende, die in einer karrieretechnischen Sackgasse zu stecken glauben, entdecken so immer wieder neue Chancen.


Ein starkes Innovationsmanagement hilft, wenigstens die #1, #3, #4 and #7 der folgenden Top-Kündigungsgründe zu vermeiden:



Die häufigsten Gründe, warum Beschäftigte ihren Job kündigen
Die häufigsten Gründe, warum Beschäftigte ihren Job kündigen

Link zur Webseite mit dem Chart: Why People Are Quitting Their Jobs | Statista



Was sind die Erfolgsfaktoren dafür?

Idealerweise gibt es eine allgemeine Vereinbarung, x% der Arbeitszeit für Innovation nutzen zu können. Innovation sollte nicht als Hobby betrachtet werden, dem die Mitarbeitenden nach Feierabend oder am Wochenende nachgehen können. Sie muss Bestandteil der Arbeit sein.


Jede Idee, jedes Engagement, sollte proaktiv wertgeschätzt werden. Dazu gehört eine positive, breite Kommunikation über die Beiträge und Leistungen aller Beteiligten.


Innovationsarbeit sollte belohnt werden. Gerne materiell bei Erfolg. Aber mindestens durch Sichtbarkeit und positives Feedback. Dadurch, dass sich jemand als Experte positionieren kann und auch so wahrgenommen wird.



Und zuletzt ein Tipp:

Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sehr sich dein Arbeitgeber um Mitarbeiterbindung und Unternehmenskultur kümmert, wirf einen Blick auf den Stellenwert, den Innovation im Unternehmen spielt. Damit meine ich weniger, ob es einen expliziten Innovationsbereich gibt. Ich denke vielmehr daran, welcher Spielraum einem Mitarbeitenden eingeräumt wird, der z.B. eine Verbesserungsidee verfolgen will und ob es ein wertschätzendes Miteinander und einen positiven Umgang mit neuen Denkweisen im Unternehmen gibt.


Zum Thema "Innovationsmanagement als Mitarbeitendenbenefit" hatte ich die Ehre, beim Employer Branding-Experten Brandforce GmbH auf dem Blauen Sofa von Andrea Wojciechowski und Celine Freudenthal interviewt zu werden. Ich wurde begleitet von Dr. Ralf Lay, dem Innovationsexperten und Gründer von Silicon Software. Gemeinsam konnten wir dem Thema noch ein paar weitere, interessante Impulse hinzufügen. Hier geht es zum Interview: Auf dem blauen Sofa: Babette Sonntag und Ralf Lay über Innovationsmanagement als Mitarbeitendenbenefit  (brandforce1.com)



Wenn Du mehr lesen möchtest, dann findest du hier auch ein paar interessante Links zum Thema Mitarbeiterbindung und Kündigungsgründe:


Studie über den Trend in Deutschland, ohne eine neue Stelle zu kündigen:

Top 8 Gründe für Kündigungen in den USA (Englisch): 8 Top Employee Retention Factors (vantagecircle.com)

Einige Statistiken über Mitarbeiterbindung, hauptsächlich aus den USA (Englisch): 16 Employee Retention Statistics to Know in 2023 | TrueList





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