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  • AutorenbildDr. Babette Sonntag

Drei geniale Fragen, um frischen Wind in deine Ideen zu bringen



Kinder machen Kopfstand
andere Perspektiven einnehmen

Manchmal stecken wir fest. Wir kommen mit einer Idee oder einem Lösungsansatz einfach nicht weiter und drehen uns im Kreis. Was kann da helfen?

  • Eine längere Kaffeepause

  • Etwas ganz anderes machen

  • Mit Kollegen oder Freunden diskutieren

  • einen Workshop abbrechen

  • die Diskussion vertagen

Manchmal geht es aber mit den richtigen Fragen und einer entspannten inneren Einstellung doch weiter.


Die innere Einstellung

Wenn du oft für die Moderation von Workshops verantwortlich bist, dann weißt du, wie wichtig eine durchdachte Agenda und eine Zielvereinbarung dafür sind. Das definiert den Arbeitsauftrag und deshalb sind wir Moderatoren oft sehr auf diese beiden Dinge fixiert. Läuft ein Workshop zeitlich oder inhaltlich aus dem Ruder, dann bedeutet das großen Stress für den Moderator. Dann erst recht an der Agenda festzuhalten und mit harter Hand zu moderieren, funktioniert nur sehr bedingt und zwar nur dann, wenn die Inhalte greifbar und gut definierbar sind. Und wenn vor allem eine allgemeine und grundsätzliche Übereinstimmung der Meinungen der Teilnehmer existiert.

Auch bei der Erarbeitung von neuen Ideen gibt es diese Situationen oft. Wir fühlen dann, dass wir in einer kreativen Sackgasse stecken. Das erhöht den Druck und wir haben erst recht eine Blockade.


Ganz wichtig ist es, sich in diesem Situationen ein paar Schritt vom Problem, von der eigentlichen Fragestellung zu entfernen.

Für Moderatoren bedeutet dass, dass sie bereit sein müssen, ihre geplante Agenda über den Haufen zu werfen. Für Ideengeber bedeutet das, die eigentliche Frage "Wie löse ich xy?" loszulassen.

Diese Bereitschaft, sich mal auf ganz andere Blickwinkel einzulassen, als geplant, nenne ich hier die "richtige innere Einstellung".


Drei geniale Fragen, um Denkblockaden zu durchbrechen

Ich stelle dir hier drei geniale Fragen vor, die dir helfen können, eine völlig neue Perspektive zu deiner Fragestellung einzunehmen und frischen Wind in deine Ideen zu bringen:


Was würdest du tun, wenn du nicht scheitern kannst?

Meine Lieblingsfrage!

Immer, wenn ich sie mir selber stelle, merke ich, wie viele Beschränkungen und Grenzen ich mir in meinem eigenen Denken unbewusst auferlege. Ganz oft schwingt ganz leise im Hintergrund mit: "Was, wenn das nichts wird?" - und schon bin ich mit einer hypothetischen Hürde beschäftigt, die mich davon abhält, wirklich kreativ und frei zu denken.

Stell dir also vor, dass du erfolgreich sein wirst, dass du alle auftretenden Probleme lösen kannst, dass alles möglich ist. Da tut sich ein gewaltiger Handlungsspielraum auf. Durchdenke dann alle möglichen Lösungen, die du siehst. Du wirst sehen, dass du auch mutiger wirst.


Woran wirst du merken, dass du Erfolg hattest?

Stell dir vor, du gehst in x Wochen ins Büro. In der Zwischenzeit hast du an der Lösung deines Problems gearbeitet, machst ein paar Dinge anders, hast ein paar Schritte umgesetzt.

Woran würde dir auffallen, dass du erfolgreich warst/bist? Stell dir vor, wie Kollegen oder Kunden sich anders verhalten? Was ist dann mit deinem Produkt? Wo ist es? Wie reden andere darüber? Überlege, was genau dann in deinem Alltag anders ablaufen würde? Visualisiere das!

Jetzt weißt du noch nicht, wie genau du dein Problem lösen sollst. Aber allein die Vorstellung, dass es gelöst ist und was das in deiner Umgebung verändert, wird dir wertvolle Hinweise geben: auf die Natur deines Problems und auf die Hebel, die du jetzt in Gang setzen kannst, damit am Ende alles gut wird. So bekommst du zum Beispiel auch ein klareres Bild von deiner gewünschten Zielerreichung im Projekt.


Was müsstest du tun, damit dein Vorhaben auf jeden Fall scheitert?

Das klingt erstmal bizarr. Du möchtest doch Erfolg haben! Warum sollst du dann überlegen, wie du deine Idee oder dein Projekt kaputtmachen kannst? Doch es hilft. Die meisten Projekt- oder Workshopteilnehmer, die ich bisher erlebt habe, waren bei dieser Frage sehr kreativ.

Ganz wichtig ist es, am Ende die gesammelten Ideen in positive Aktionen umzuformulieren!

Ein sehr vereinfachtes Beispiel ist: Ich muss meinen Vortrag so langweilig wie möglich halten, damit niemand zuhört, indem ich vom vom Blatt ablese, nicht hochschaue und so monoton wie möglich spreche. Und das kehrst du jetzt in die gegenteilige Aussage um und schon hast du mindestens einen Ansatzpunkt, es besser zu machen.

Am Ende werden dir zu deinem Problem ganz viele Ideen kommen. Es ist tatsächlich so, dass bei dieser Frage in Workshops am meisten Input kommt und dass das den Beteiligten immer einen Riesenspass macht - so sind wir halt...

Man nennt diese Fragetechnik auch die "Kopfstandmethode"*




Welche magischen Fragen kennst du?

Wie löst du dich aus einer Sackgasse, wenn deine Idee oder dein Problem oder deine Innovation feststeckt?



Eine Darstellung, wie das im Büro genutzt werden kann, findest du hier (in Deutsch): Die Kopfstand-Methode: Ablauf, Beispiele, Vor- und Nachteile (buero-kaizen.de) oder hier (in Englisch): Headstand - How To Find Ideas Through Problem Reversal? (thinkinsights.net), weitere richtig gute Inspirationen, die Lust auf´s Ausprobieren machen, findet ihr z.B. auch hier (in Englisch): 25 Powerful Creative Problem Solving Questions You Can Use for Any Challenge | SmartStorming

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